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Wo der Tornado eine Schneise schlug

EB
vor 12 Minuten
2 Min. Lesezeit
Drohnen erfassen Schäden im Forst

Höhr-Grenzhausen / Weitersburg (dn). Fünf Wochen nach dem Tornado sind die meisten Schäden in Höhr-Grenzhausen repariert. Im Wald dauern die Arbeiten an. Nun wurde die betroffene Fläche im Weitersburger Wald aus der Luft erfasst. Mit dabei waren Forstamtsleiter Sebastian Schmitz, Revierleiter Achim Kern, Ortsbürgermeister Udo Wenz und der Bundestagsabgeordnete Josef Oster, der sich vor Ort ein Bild machte.


Drohne beim Start für die Schadenserhebung. Auf dem Bild von links nach rechts: Udo Wenz, Sebastian Schmitz, MdB Josef Oster, Achim Kern, Dieter Novotny, Janik Mehrtens (Pilot). Foto: Michaela Cetto
Drohne beim Start für die Schadenserhebung. Auf dem Bild von links nach rechts: Udo Wenz, Sebastian Schmitz, MdB Josef Oster, Achim Kern, Dieter Novotny, Janik Mehrtens (Pilot). Foto: Michaela Cetto

Ein Wald wie ein Mikadospiel

An den Hängen bei Höhr-Grenzhausen zeigt sich die Gefahr. Stämme liegen kreuz und quer, meterhohe Wurzelteller ragen auf, Bäume hängen in benachbarten Kronen.

„Das ist kein Sturmwurf wie wir ihn kennen“, sagt Revierleiter Achim Kern. „Der Tornado hinterlässt eine schmale Schneise. Daneben wirkt der Wald unberührt, mittendrin ist alles zerstört.“

Vom Weg aus ist oft nur die erste Reihe umgestürzter Bäume sichtbar. Wie tief die Schäden in den Bestand reichen, lässt sich zu Fuß kaum beurteilen.


Der Blick von oben

Ein Team des Koblenzer Drohnendienstleisters aeroDCS überflog deshalb die Flächen mit hochauflösender Kamera und Laserscanner (LiDAR).

Die Aufnahmen ergeben ein lückenloses, georeferenziertes Bild. Es zeigt Lage und Größe der Schadflächen, liegendes Holz und verbliebene Bäume.

„Die Karte zeigt, welche Flächen zu räumen und welche Holzmengen zu vermarkten sind. Auch Aufforstungsbedarf und bestehender Jungwuchs werden sichtbar“, erklärt Dieter Novotny von aeroDCS.

Die Daten dokumentieren die Schäden für Waldbesitzer und mögliche Förderanträge und dienen als Grundlage der Wiederbewaldung. Die Auswertung soll dem Forstamt in den kommenden Tagen vorliegen.


Luftaufnahme der Tornadoschäden. Foto: aeroDCS
Luftaufnahme der Tornadoschäden. Foto: aeroDCS

Politik vor Ort

Der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Oster (CDU) informierte sich vor Ort über Schäden und Aufarbeitung. „Zwischen den umgestürzten Stämmen wird die Wucht des Tornados deutlich“, sagte Oster. „Nach Dürre und Käferbefall ist das eine weitere Belastung. Mir ist wichtig, dass die Betroffenen bei der Aufarbeitung und beim Aufbau nicht allein gelassen werden."


Wie es weitergeht

Zunächst wurden Wege und Gefahrenstellen für Spaziergänger gesichert. Bis jedoch alle Tornadospuren beseitigt sind, wird es laut Forstamtsleiter Schmitz noch dauern.

„Die Beseitigung der Schäden ist lediglich der erste Schritt“, betont Schmitz. „Die eigentliche Herausforderung besteht darin, den Wald so umzugestalten, dass er mit den Folgen des Klimawandels besser zurechtkommt.“




 
 
 

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